Warum wir die Grenze bei einem Kilo gezogen haben

Als wir das Gipfel 2P zu skizzieren begannen, hatten wir eine feste Zahl: unter einem Kilogramm für ein echtes Zweipersonenzelt. Viele Zelte schaffen das, indem sie den Boden so weit schrumpfen, bis zwei Personen übereinander schlafen. Das wollten wir nicht.
Der Boden blieb bei 224 mal 127 Zentimetern, da passen zwei 63 Zentimeter breite Matten nebeneinander. Also musste das Gewicht woanders herkommen: Stoffwahl, Gestängekonzept und rigoroses Streichen von Ausstattung. Der Aufbau mit Trekkingstöcken sparte am meisten, rund 280 Gramm gegenüber einem eigenen Gestänge.
15-Denier-Silnylon fürs Außenzelt war die nächste Entscheidung. Es ist leichter als 20D und hält mit einer guten beidseitigen Silikonbeschichtung UV und Abrieb gut stand. Der Boden blieb bei 20D, weil Böden am meisten abbekommen.
Was wir gestrichen haben: Innentaschen über zwei kleine hinaus, ein Gepäcknetz, eine zweite Abspannleine pro Ecke und die Reißverschlusszieher an der Apsis, die niemand benutzt. Was geblieben ist: zwei Eingänge, denn nachts um zwei über den Zeltnachbarn zu klettern ist keine Gewichtsersparnis, die irgendjemand will.